Musik aus Afrika

Musik beeinflusst die Menschen schon seit Hunderten von Jahren in die verschiedensten Richtungen. Wie man dabei die Rhythmen und Melodien effektiv nutzt, hat die afrikanische Musik gezeigt. Sie stellen ihre auf eigene Art her und lassen sich nicht von westlichen Mustern irritieren. Dabei ist ihre Musik nicht immer traditionell geblieben, sondern hat sich später auch der Zeit angepasst. So zum Beispiel die Musik der südafrikanischen Künstler Johnny Clegg und Miriam Makeba.

In der allgemeinen Vorstellung gehört zur afrikanischen Musik Trommeln, die wie wild geschlagen werden und markante Rhythmen erzeugen. Doch die Stämme in diesen Gebieten sind eher für den Einsatz von Gesang bekannt. Sie haben nicht wie andere Sprachen viele Texte, sondern ihre musikalische Verständigung verläuft durch Töne. Aus diesem Grund verwendeten die Afrikaner für ihre traditionelle Musik auch Höhen und Tiefen, um Lieder emotional zu trennen. Dabei tanzen sie sich in tranceähnliche Zustände, die zu erleben phänomenal sind. Sie tauchen so tief in die Bedeutung ihrer Musik ein, dass man glaubt, sie verlassen beim Tanzen ihren Körper. Es sind Zeremonien, die bei Festen, Ritualen oder anderen Ereignissen stattfinden. Zum Beispiel beim Ritual der Beschneidung soll die Musik den Patienten beruhigen und helfen die Schmerzen nicht zu fühlen. Auch für Totenzeremonien, Herrscherdarstellungen und Nachrichtenübermittlung ist die Musik in Afrika ein Mittel um sich zu verständigen. Auf diesem Weg lässt sich auch die Wichtigkeit der Musik für die afrikanische Bevölkerung erklären, denn ist ein Musiker zu einem großen Fest krank, so wird dieses verschoben.

Auch in der afrikanischen Religion ist die Musik fest verankert und wird in Kreisen auch als animistisch bezeichnet. Bei den Lehren wird von der bestehenden Seele eines jeden Lebewesens ausgegangen, auch bei Tieren und Pflanzen. Über ihre Musik und Tänze verbinden die Afrikaner die Welt der Geister mit ihrer eigenen und kommunizieren mit den Geistern. Mit Hilfe der musikalischen Klänge reden sie während des Tanzes mit den Tieren und Pflanzen. Ihre Seelen verstehen keine Wortsprache und so verwendet man eben die Musiksprache dafür. Es kann auch schon einmal passieren, dass ein Tier in den Menschenkörper schlüpft und dieser Geist muss wieder vertrieben werden.

Dynamik ist ein besonderer Teil der musikalischen Rhythmen, die sie sich auch noch in moderneren Formen behielten. In der Zeit um 1980 wurde Afrika schließlich durch den Hip-Hop beeinflusst, der von den USA kam. Die Afrikaner griffen diese Musikform auf und versuchten ihre eigene Stile zu entwickelt. Nach einigen Startschwierigkeiten nahm man alte einheimische Traditionen wieder auf und verband sie mit den noch unbekannten Melodien des Hip-Hop-Stils. Schnell wurde dieser Stil fester Bestandteil der afrikanischen Kultur und es entwickelten sich viele Bands und Gruppen. Ihr Texte verbanden sie größten Teils mit historischen und politischen Hintergründen, was sie zu der Zeit noch von den USA unterschied. Zu den berühmtesten zählt noch heute die erste Hip-Hop-Gruppe Black Noise. Sie kommen aus Kapstadt und begannen 1989 ihre Karriere auf diesem Gebiet. Doch schnell wurde dieser Musikstil eben wegen den Hintergründen der Texte verboten. Viele protestierten, da die Gruppen nur ihre Meinung vertraten und so kam es, 1993 zur Erlaubnis der Musik. Egal, von welchen Seiten man die afrikanische Musik betrachtet, sie behält ihre Merkmale und Bedeutung für die Menschen des Landes.

Musik aus Afrika

Afrika ist riesig und bietet eine Menge. Wer einmal Afrika besucht hat, egal welchen Teil, der wird es lieben. Nicht nur die Musik, sondern auch die Menschen, die Kultur und die Atmosphäre.